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Sicherheitsprüfung bei PV-Anlagen: RCD, Isolationsmessung & Schutzleiterprüfung

Ohne Sicherheitsprüfung gelten PV-Anlagen als nicht fachgerecht installiert – auch bei einwandfreier Funktion. Ohne Sicherheitsprüfung gelten PV-Anlagen als nicht fachgerecht installiert – auch bei einwandfreier Funktion.

Die elektrische Sicherheit von Photovoltaikanlagen muss bei jeder Inbetriebnahme sowie in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Nur so lassen sich Fehlerquellen, Gefährdungen und Schäden zuverlässig erkennen und vermeiden.

In diesem Artikel erfahren Sie, welche Sicherheitsprüfungen nach Norm erforderlich sind und wie Sie diese korrekt durchführen: RCD-Test, Isolationsmessung und Schutzleiterprüfung.

Warum Sicherheitsprüfungen bei PV-Anlagen entscheidend sind

  • Schutz von Personen vor elektrischen Schlägen
  • Vorbeugung von Bränden durch Isolationsfehler
  • Haftungssicherheit für Betreiber und Installateur
  • Grundlage für Gewährleistung und Versicherungsschutz

Ohne Sicherheitsprüfung gelten PV-Anlagen als nicht fachgerecht installiert, auch bei einwandfreier Funktion.

RCD-Test (FI-Schutzschalter) – Funktion prüfen

RCDs (Residual Current Devices) dienen dem Personenschutz. Sie müssen bei netzseitigen AC-Schutzeinrichtungen auf folgende Punkte geprüft werden:

  • Auslösezeit
  • Auslösestrom, zum Beispiel 30 mA
  • Funktion unter Belastung

Dazu verwenden Sie entweder ein Multifunktionstester oder eine RCD-Prüfbox.

Tipp: Bei PV-Anlagen mit Trafo sind RCDs meist Typ A ausreichend, bei trafolosen Systemen eventuell Typ B oder B+ notwendig.

Isolationsmessung – Fehler frühzeitig erkennen

Die Isolationsmessung prüft, ob zwischen aktiven Gleichstromleitungen und Erdpotenzial eine ausreichend hohe elektrische Trennung besteht.

Ablauf:

  • DC-Strings vom Wechselrichter trennen
  • Prüfspannung von 250 bis 1500 V DC aufschalten
  • Isolationswiderstand ablesen, Sollwert mindestens 1 MΩ

Fehlerquellen:

  • Feuchtigkeit in Kabelkanälen
  • Defekte Dioden, beschädigte Modulrückseiten
  • Falsch montierte Anschlussdosen
Nur wer PV-Anlagen regelmäßig und normgerecht prüft, schützt Menschen, Werte und sich selbst. Nur wer PV-Anlagen regelmäßig und normgerecht prüft, schützt Menschen, Werte und sich selbst.

Schutzleiterprüfung (Rpe) – Verbindungen sicherstellen

Die Rpe-Messung stellt sicher, dass alle metallischen Gehäuse, Gestelle und Trägerelemente korrekt geerdet sind.

  • Messung mit niedrigohmigem Prüfstrom unter 25 A
  • Zielwert unter 0,3 Ohm, je nach Leitungslänge
  • Vorherige Sichtprüfung der Schutzleiterverbindungen

Unzureichende Erdung kann im Fehlerfall zu gefährlicher Berührungsspannung führen.

Welche Messgeräte eignen sich?

Sicherheitsprüfungen erfordern PV-taugliche Messgeräte wie zum Beispiel:

  • Seaward PV:1525, inklusive Isolations- und Rpe-Messung
  • Fluke SMFT-1000, inklusive RCD-Test
  • Metrel MI 3155, für Elektrofachkräfte mit AC- und DC-Messung

Tipp: Achten Sie auf Schutzklasse CAT III/IV und automatische Spannungsabschaltung.

Alle Sicherheitsprüfungen müssen schriftlich dokumentiert werden. Alle Sicherheitsprüfungen müssen schriftlich dokumentiert werden.

Protokollierung & Nachweispflicht

  • Alle Sicherheitsprüfungen müssen schriftlich dokumentiert werden.
  • Ergebnisse sind Teil der Prüfprotokolle gemäß VDE 0126-23 und DGUV Vorschrift 3.
  • Unterschrift des Prüfers und des Betreibers ist verpflichtend.

Digitale Tools wie SolarCerts oder PV:Sync Mobile helfen bei automatisierter Dokumentation.

Fazit: Sicherheit beginnt bei der Prüfung

Nur wer PV-Anlagen regelmäßig und normgerecht prüft, schützt Menschen, Werte und sich selbst. Die Sicherheitsprüfung ist keine Kür, sie ist Pflicht.


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